Doktoratsprogramm Global Studies


Bild vom Künstler Mohamed Abla

Globalization has shrunk the distance between elites, shifted key relations between producers and consumers, broken many links between labor and family life, obscured the lines between temporary locales and imaginary national attachments […]. Globalization does not necessarily or even frequently imply homogenization […] there is still ample room for the deep study of specific geographies, histories, and languages.
– Arjun Appadurai

Global Studies

Das Doktoratsprogramm Global Studies bietet die Möglichkeit ein Promotionsvorhaben zu globalen Phänomenen im Rahmen eines strukturierten geisteswissenschaftlich – orientierten Programms durchzuführen. Das interdisziplinäre Studienfeld der "Global Studies" untersucht globale Prozesse, die zeitgenössisches Leben weltweit prägen. Globalisierungsforschung setzt sich insbesondere mit dem Austausch, den Verflechtungen und Entflechtungen auseinander, die zwischen verschiedenen kulturellen, politischen, sprachlichen und religiösen Gruppen und Gemeinschaften stattfinden; sie fragt nach den realen oder imaginären Räumen  dieser Prozesse, die geographische, politische oder sprachliche Grenzen in Frage stellen.

Ein interdisziplinärer Ansatz ist unabdingbar für ein Verständnis der Hintergründe und Auswirkungen heutiger wie auch vergangener globaler Prozesse. Wir laden deshalb Promovierende unterschiedlichster Disziplinen und akademischer Hintergründe ein, sich für eine Mitgliedschaft im Doktoratsprogramm Global Studies zu bewerben. Das Programm bietet eine fächerübergreifende Plattform des Austauschs und des Dialogs mit anderen Studierenden, Doktorierenden und Dozierenden sowie mit internationalen ExpertInnen und Forschenden. Die Mitglieder finden im Doktoratsprogramm Unterstützung, um ein auf sie zugeschnittenes akademisches Netzwerk aufzubauen, das ihnen erlaubt, zentrale Fragen ihres Promotionsvorhabens hinsichtlich der Konzepte und Theorie der Globalisierungsforschung zu diskutieren.

Gelegenheiten zum Ausbauen dieses Netzwerks sind nicht auf das Doktoratsprogramm begrenzt, da alle seine Mitglieder gleichzeitig der Graduate School of the Arts and Humanities (GSAH) am Walter Benjamin Kolleg der Universität Bern angehören. Regelmässig stattfindende gemeinsame Anlässe der GSAH bieten die Gelegenheit, sich mit Doktorierenden der drei weiteren Doktoratsprogramme der GSAH (Interdisciplinary Cultural Studies, Studies of Language and Society und Studies in the Arts) auszutauschen. Weiterführende Informationen dazu finden Sie hier.

Das Doktoratsprogramm Global Studies – ein Doktoratsprogramm für Doktorierende,

  • die zu Fragen kultureller Globalisierung arbeiten,
  • die für ihr Dissertationsprojekt den Austausch über die Disziplinengrenzen hinweg suchen,
  • die ihre Kompetenzen in Netzwerkbildung, Wissenschaftsorganisation und Präsentation weiterentwickeln und vertiefen möchten

Die im Rahmen des interdisziplinären Doktoratsprogramms Global Studies erworbenen Kreditpunkte und Fähigkeiten werden in einem "Diploma Supplement" aufgeführt, das als Beilage zum Doktordiplom ausgehändigt wird.

Bewerbungen für die Mitgliedschaft im Doktoratsprogramm Global Studies der GSAH sind jedes Semester möglich. Bevor Sie sich bewerben, schauen Sie sich bitte die Richtlinien auf der GSAH Website sowie die untenstehenden Bewerbungsvoraussetzungen an.

Flyer Doktoratsprogramm Global Studies

Da das Doktoratsprogramm Global Studies eines der vier Doktoratsprogramme der Graduate School of the Arts and Humanities (GSAH) am Walter Benjamin Kolleg der Universität Bern ist, erfolgt die Bewerbung über die GSAH. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle Bewerbungsvoraussetzungen erfüllen, die Sie auf der GSAH Website finden, insbesondere die folgenden zwei:

Betreuungsperson

Eine Grundvoraussetzung für die Teilnahme am Doktoratsprogramm ist es, dass Sie sich überhaupt als Doktorand oder Doktorandin an der Universität Bern einschreiben können. An dieser Universität werden Dissertationen – auch interdisziplinär angelegte – nur im Rahmen einer etablierten Fachdisziplin geschrieben. Sollten Sie nicht bereits an der Philosophisch-historischen Fakultät der Universität Bern als Doktorand oder Doktorandin eingeschrieben sein, müssen Sie vor der Bewerbung für das Doktoratsprogramm eine zur Promotionsbetreuung an der Philosophisch-historischen Fakultät zugelassene Lehrperson als Erstbetreuer/in gewinnen. Erst nachdem diese Ihnen die Erstbetreuung ihres Promotionsvorhabens schriftlich bestätigt hat, können Sie sich für die Mitgliedschaft in der GSH bewerben.

Finanzielle Angelegenheiten

Das Doktoratsprogramm kommt nicht für die Lebenshaltungskosten während Ihrer Promotion auf. Deshalb raten wir Ihnen dringend, vor der Bewerbung einen Finanzierungsplan zu erstellen. Als Mitglied der GSAH können Sie sich dann für eine anlassbezogene Unterstützung bewerben. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Die im Rahmen des interdisziplinären Doktoratsprogramms Global Studies erworbenen Kreditpunkte und Fähigkeiten werden in einem Diplomzusatz aufgeführt, der als Beilage zum Doktordiplom ausgehändigt wird. Dafür müssen Sie insgesamt 20 ECTS erwerben, was im Laufe von sechs Semestern möglich ist. Unser Studienplan ist in einen Pflichtbereich (12 ECTS), einen Wahlpflichtbereich (8 ECTS) und einen Wahlbereich (nicht kreditiert) aufgeteilt und bietet Ihnen genügend Flexibilität für die Abstimmung auf Ihr Promotionsvorhaben.

Detaillierte Informationen finden Sie dazu in unseren Unterlagen "Studienplan Doktoratsprogramm" und "Module Doktoratsprogramm".

 

Zusätzlich zur Expertise unserer Mitarbeitenden, unseren akademischen Anlässen und Kursen, der individuellen Beratung sowie der dargebotenen Plattform zum Austausch mit ExpertInnen und Peers, können Sie sich für folgende finanzielle Unterstützungsgefässe bewerben:

  • Rückerstattung von forschungsrelevanten Reisekosten
  • Unterstützung für von Ihnen an der Universität Bern organisierten Tagungen