Religion als Staatsangelegenheit:
Römische Säkularspiele und die acta Severiana

Finanziert durch den Schweizerischen Nationalfonds.
Projektdauer 2012-2017
 
Wenn heute in Jahrhundert-Abständen Gedenkfeiern begangen werden, so geht dies auf die römische Vorstellung von Zeit als Abfolge von saeculum zu saeculum zurück. Der Wechsel von einem saeculum ins nächste wurde im antiken Rom rituell begangen: Mehrtägige "Säkarfeiern" (ludi saeculares) wurden veranstaltet, die vor allem der Inszenierung der eigenen bürgerlichen Identität dienten – Orakelbefragungen, Opfer, Spiele, Prozessionen mit Magistraten und Vertretern der Kaiserfamilie prägten diese Feste. Die rituellen Handlungen sind in zwei protokoll-ähnlichen Inschriften überliefert, die einen einzigartigen Einblick in antike Kultpraktiken vermitteln. Das Ziel des Projektes ist es, diese Dokumente zugänglich zu machen und zur Erkenntnis von Kultpraktiken der Antike auszuwerten – im vergleichenden Kontrast zu den Jubiläumsfeiern unserer heutigen Zeit.

Projektleitung

Mitarbeitende